Our blog

Blog/Aktuelles

 

 

Monatsspruch April 2021

03. April 2021
Markus
Gedanken zum Monatsspruch
0 Kommentare

Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung.

(Kolosser 1,15)

 

Wie sieht Gott für Dich aus? Welches Bild hast Du vor Augen? Denkst Du an Weihnachten mit dem Baby in der Krippe und hörst im Hintergrund die Melodie von "Holder Knabe im lockigen Haar"?
Oder an den triumphalen Einzug von Jesus in Jerusalem am Palmsonntag. Alle jubeln ihm zu. Du stehst in der ersten Reihe und lobst und preist vorne mit. Oder hast Du eher den Karfreitag vor Augen und erlebst Jesus als etwas Totes für Dich nicht relevantes?

Ist Dir schon aufgefallen, dass niemand Gott je gesehen hat? In diesem Punkt sind sich sogar alle großen Weltreligionen einig.

Schon in den zehn Geboten werden die Menschen aufgefordert, sich kein Bild von Gott zu machen. Aber:
Jesus wurde Mensch, um uns Gott den Vater zu zeigen! Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes. Der Monatsspruch sagt nicht, so sieht Gott aus, sondern so ist das Wesen Gottes. In dem wie Jesus mit den Menschen umgeht, in den Lehren der Gleichnisse und in seinem Versöhnungswerk final am Kreuz wird das Wesen Gottes deutlich. In seinem Reden erkenne ich, wie Gott denkt, wie er handelt und was er will.

Manche den Fehler, dass sie einzelne oder auch viele Worte Jesu nehmen und meinen, jetzt hätten sie das richtige Bild von Gott. Doch Jesus sagt einmal: "Wenn ihr an meinen Worten festhaltet und das tut, was ich euch gesagt habe, dann seid ihr wirklich meine Jünger." (Johannes 8,31). Ich kann also nicht seine Worte nehmen und dann ohne ihn selber Gott erkennen. Ich kann nur in der Verbindung mit Jesus ein richtiges Bild von Gott haben. Jesu Worte, losgelöst von Jesus selbst, bleiben nur Worte und bringen mich noch nicht in die vertrauensvolle Verbindung mit meinem himmlischen Vater.  

Dazu eine kurze Geschichte:
Auf einer großen Party waren ein bekannter Schauspieler und ein älterer Pfarrer im Ruhestand. In fortgeschrittener Stunde kam die Partygesellschaft auf die Idee, dass der Schauspieler und der Pfarrer Psalm 23 vortragen sollten, um zu schauen, wer das besser macht. Der Schauspieler nutzte alle rhetorischen Finessen und Gestiken. Die Menge klatschte begeistert. Der alte Pfarrer zitierte den Psalm mit brüchiger und stockender Stimme. Aber die Menge spürte, der Schauspieler kannte die Worte, aber der Pfarrer den Herrn dahinter.

Wir haben keinen kleinen Jesus. Unser Monatsspruch ist der Beginn eines Christus Hymnus. Jesus ist der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Jesus ist nicht nur ein vorbildlicher Mensch oder besonderer Prophet, sondern ein Teil des dreieinigen Gottes. Es ist Gottes Weg uns Gottes Wesen näher zu bringen und in eine persönliche Beziehung zu treten. Es liegt an Dir zu entscheiden, ob Du bei der Theorie (den Worten) stehen bleibst oder Dich auf eine spannende Beziehung mit dem lebendigen Gott einlässt.

Euer Markus Grutzeck